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Örvényes

 

"Viele Menschen fahren an dieser alten Gemeinde vorbei, ohne sie eines Blickes zu würdigen. Dabei sind allein schon die historischen Stätten dieses freundlichen Ortes es wert, einen Halt einzulegen."

 

Nur 50 Meter von der Hauptstraße entfernt steht das bedeutendste Denkmal des Dorfes, die Wassermühle, erstmals erwähnt in den Aufzeichnungen des Klosters Tihany im Jahre 1211. Ohne Unterbrechung war sie seither in Betrieb - sogar während der türkischen Besatzungszeit ? und ist dadurch ein wertvolles Zeitdokument des Müllerhandwerks. Angetrieben wird das hölzerne Mühlrad durch den schnell fließenden Pecsely Fluß. Während der vergangenen Jahrhunderte wurde die Mühle viele Male umgebaut; ihre jetzige Form stammt aus dem 18. Jahrhundert. Ein Mühlen ? Experte, Istwan Woller, ist gegenwärtig für den Betrieb zuständig. Jährlich wird diese Touristenattraktion von tausenden von Gästen besucht. (Öffnungszeiten: 01. Mai bis 31. Oktober: täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr, außer Montags)

   

Auf einem Hügel oberhalb der Mühle steht eine romanische Kirche aus dem 13. Jahrhundert. Sie ist dem heiligen Imre geweiht. Südlich der Mühle findet der Besucher eine barocke Steinbrücke aus dem 17. Jahrhundert. Auf dem mittleren Brückenpfeiler steht die Statue des heiligen Johann Nepomuk, wahrscheinlich gestiftet von den früheren Mühlenbesitzern. Die katholische Kirche in der Dorfmitte wurde im Auftrag des Abtes von Tihany zwischen 1778 und 1783 im späten Barockstil gebaut.

In den 50er Jahren entdeckten Archäologen nicht weit von Örvenyes entfernt römische Gegenstände. Im Mittelalter gehörte das Dorf zur Abtei von Tihany. Unter Leitung der erfahrenen Klosterherren blühte der Ort auf. Während der türkischen Besatzung wurde Örvenyes verwüstet ? 1593 war der Ort vollkommen unbewohnt. Dokumente aus dieser Zeit beweisen aber, daß die Mühle weiterhin betrieben wurde und die Türken dafür Abgaben erhielten. 1733 begann der Wiederaufbau des Ortes, als ein Mönch namens Grasso deutsche Siedler aus der Rheinpfalz hierher brachte. Hangaufwärts bauten sie ihre Häuser um die neue Kirche.

Örvenyes ist eine kleine Gemeinde. Von den 165 Einwohnern, die hier dauernd leben, sind viele Winzer oder leben vom Fremdenverkehr. Das Dorf ist von sanften Hügeln umgeben, auf denen die althergebrachten Weinreben des Plattensees wachsen: der Olasz rizling (dt. Welschriesling) und der Rizling szilvani (dt. Müller Thurgau) Die Trauben werden vor Ort in den alten Weinkellern der Hügel gekeltert und nach alten Verfahren zu fruchtigen und komplexen Weißweinen ausgebaut. Guten Wein und schöne Landschaft schätzen natürlich viele Touristen. Deshalb zählt Örvenyes durchschnittlich 3000 Übernachtungen pro Saison.